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KW 37 / 2026

Portfolio-Recap KW 37 / 2026

Kaufzonen wandern zu alten Ungültigkeitsmarken, UNH steht in der Zone, ETH am Ausbruchstest — ich halte alles und kaufe nicht nach.

13. September 2026portfolio / recap

Portfolio-Recap KW 37 / 2026

Depot

NVO — Novo Nordisk 'B'

3 Mails diese Woche.

Bei Novo Nordisk hat die Woche den Ausbruch aus KW 35 wieder einkassiert. Vor zwei Wochen galt der Sprung über 48 Dollar als bestätigt, jetzt steht der Kurs umgerechnet bei rund 42,70 Dollar und damit unter der Marke, die die Chartlesart am 10. und 11. September selbst als Boden der zweiten Welle nennt: das 0,5er Verhältnis bei 43,50. Die Mails bleiben trotzdem bullisch — Kaufzone zwischen dem 0,5er und dem 0,618er Verhältnis, Startsignal für die dritte Welle erst oberhalb von 47, Ziele bei 59 und 71, Abwärtsziele bei 41,50 und 35. Der Kurs liegt gut zehn Prozent unter der Ausbruchsmarke, und die Lesart verbucht das nicht als Warnung, sondern als Einladung. Die bessere Nachricht kam aus der Presse: In der Phase-3-Studie STEP Young kamen gut 40 Prozent der Kinder mit Adipositas unter Semaglutid und begleitender Lebensstiländerung unter die Adipositasschwelle. Das öffnet eine weitere Patientengruppe und verlängert die Laufzeit von Wegovy, blieb unter 29 Erwähnungen aber die einzige Meldung mit Wachstumsbezug. Auf X dreht der Ton leicht: Ein langjähriger Skeptiker verweist auf einen Monats-RSI um 30 und eine nahende bullische MACD-Kreuzung, ein Vergleich mit Lilly entscheidet sich über die Bewertung für Novo, und erste Kleinkonten kaufen Oktober-Calls mit Basis 50. Das ist Stimmung in der Nähe eines Tiefs, keine Bestätigung einer Wende. In dieser Woche gab es keine Transaktion. Ich halte, kaufe nicht nach und bleibe bei der Bedingung aus KW 35: Solange die Verordnungsdaten der Spritze nicht drehen, ist eine Kinderstudie ein Argument für die nächsten Jahre, nicht für das nächste Quartal. Unter 41,50 wäre die aktuelle Wellenzählung ohnehin erledigt.

UNH — UnitedHealth

3 Mails diese Woche.

Bei UnitedHealth ist diese Woche eingetreten, worauf die Chartlesart seit Juli wartet. Drei Mails zwischen dem 7. und 10. September: Das 0,38er Verhältnis bei 382 ist gebrochen, der Kurs steht damit offiziell in der Kaufzone, nachgelegt werden soll aber erst, wenn sich am 0,5er Verhältnis um 358 Unterstützung zeigt. Die dritte Welle beginnt in dieser Zählung oberhalb von 437, mit Zielen bei 628 und im Wochenbild bei 809, ungültig unter 334,69. Zum Wochenschluss stand die Aktie umgerechnet bei rund 379 Dollar, knapp unter der gebrochenen Marke und knapp sechs Prozent über der Zone, auf die gewartet wird. Warum sie fiel, steht in der Presse, und es ist kein Chartgrund: CVS rechnet weiter mit hohem Kostenwachstum in der medizinischen Versorgung, und die ganze Managed-Care-Gruppe gab nach, Oscar eingeschlossen. Daneben die berechtigte Frage, warum UNH mit dem langsamsten Wachstum der Branche einen Bewertungsaufschlag trägt. Dass die Sentimentauswertung beide Überschriften als positiv führt, sagt mehr über die Auswertung als über die Nachrichten. Auf X kreist die Diskussion um die 200-Wochen-Linie, unter der die Aktie weiterhin notiert, und um rund 50 Prozent Abstand zum Allzeithoch. Ein Beitrag ordnet den Rückgang richtig als Branchenbewegung ein, ein anderer lehnt das Geschäftsmodell aus Sicht des Gesundheitswesens grundsätzlich ab. Die Kostenkurve ist der eigentliche Treiber dieser These, und daran ändert keine Kaufzone etwas. In dieser Woche gab es keine Transaktion. Ich halte und kaufe nicht nach, auch nicht bei 358. Nachlegen kommt erst in Frage, wenn ein Quartal zeigt, dass die medizinische Kostenquote wieder sinkt — nicht, wenn eine Fibonacci-Marke hält.

ASTS — AST SpaceMobile

2 Mails diese Woche.

Bei AST SpaceMobile hat die Chartlesart diese Woche ihren Ungültigkeitspunkt nach oben gezogen, und das ist die eigentliche Nachricht. In KW 35 lag die Grenze noch bei 50,42, jetzt bei 55,42 bis 55,60, nachdem der Rücksetzer an das 0,887er Verhältnis um 55 gehalten hat. Die Mails vom 8. und 10. September nennen dieselbe Reihenfolge: erst die 50-Tage-Linie bei 66 zurückerobern, dann die 200-Tage-Linie bei 81, dann das Ziel der dritten Welle am 1,618er Verhältnis bei rund 91. Auf X wurde der Ausbruch schon am 8. September ausgerufen, einen Tag später hieß es, die 66 müsse erst noch fallen. Sie ist nicht gefallen: Zum Wochenschluss steht der Kurs umgerechnet bei knapp 60 Dollar, die neue Grenze bei 55,60 liegt nur noch rund sieben Prozent darunter. Das ist ehrlicher als in den Vorwochen, weil die Lesart erstmals eine nahe, überprüfbare Marke nennt, statt die Zonen mit dem Kurs nach unten wandern zu lassen. Die Presse bleibt nüchtern: 23 Erwähnungen, keine positiv, die beiden negativen rechnen 7,7 Prozent Minus seit dem letzten Quartalsbericht und 24,4 Prozent in sechs Monaten vor. Dazu warnt ausgerechnet der Chef von Rocket Lab, die von SpaceX angeheizte Begeisterung für Raumfahrt- und KI-Werte könne platzen — ein Satz, der für ein Unternehmen fast ohne Umsatz schwerer wiegt als für einen Startanbieter mit Auftragsbuch. Substanziell neu war nur eines: Japan hat am 4. September bei der ITU Unterlagen zur Koordinierung einer Satellitenkonstellation eingereicht, was als möglicher Katalysator für ein japanisches Projekt gelesen wird; Berenberg bestätigte im selben Zug Kaufempfehlung und Kursziel 92 Dollar. Das ist regulatorischer Vorlauf, noch kein Vertrag. Die meistbeachteten Beiträge kamen wieder von der Quelle selbst, bis hin zum Vergleich mit Nvidia beim Kurspotenzial. In dieser Woche gab es keine Transaktion. Ich halte und kaufe nicht nach. Das Gewicht bleibt die Obergrenze; neu ist nur, dass es jetzt eine Kursmarke gibt, an der die Chartseite ihre eigene These aufgeben müsste.

BABA — Alibaba Group (ADR)

2 Mails diese Woche.

Bei Alibaba ist die Kaufzone diese Woche genau dort gelandet, wo in KW 35 noch die Ungültigkeit stand. Damals lag die Zone bei rund 116, der erste Abbruchpunkt bei 107,92. Jetzt beschreiben die Mails vom 10. und 11. September einen Rücksetzer der zweiten Welle bis an das 0,5er Verhältnis bei 107 beziehungsweise in den Bereich bis 110, mit der Option auf einen tieferen Gang bis zum 0,786er bei 100; die Ziele bei 125, 155 und 181 sind geblieben. Der Kurs liegt umgerechnet bei rund 108 Dollar. Wenn eine Ungültigkeitsmarke zwei Wochen später zur Kaufzone wird, war sie keine. Die Presse erklärt den Rückgang mit Makrolage und Wettbewerb, dazu kam ein Ölpreis, der mit dem Iran-Konflikt wieder Richtung 100 Dollar läuft, und ein Bericht, wonach chinesische KI-Labore in großem Umfang Antworten westlicher Modelle für das eigene Training genutzt haben sollen. Ob Alibaba gemeint ist, geht aus der Überschrift nicht hervor, regulatorisch trifft das Thema aber die ganze chinesische KI-Branche — und damit auch die Verbreitung der offenen Modelle, die ich in KW 35 als stärksten Punkt genannt habe. Die brauchbarste Zusammenfassung kam auf X von der bullischen Seite selbst: Vorwärts-KGV um 11, kräftiges Gewinnwachstum, aber der freie Cashflow leidet unter den KI-Investitionen. Das ist genau die Stelle, an der ich seit Wochen hänge. In dieser Woche gab es keine Transaktion. Ich kaufe nicht weiter nach, auch nicht an der 100, und die Bedingung gilt wieder: erst eine Cloud-Marge, die den Investitionsaufwand rechtfertigt, dann mehr Gewicht.

ETH — Ethereum

2 Mails diese Woche.

Bei Ethereum gab es diese Woche keine nennenswerte Presseabdeckung, dafür den meistbeachteten Auftritt der Quelle über alle Depotwerte. Die Chartlesart arbeitet auf zwei Zeitebenen, die man auseinanderhalten muss. Im Wochenbild vom 7. September steht die große Erzählung: dritte Welle als Nächstes, Ziel 9.200, Kaufzone erst an der 200-Wochen-Linie beim 0,618er Verhältnis um 1.843. Im Tagesbild vom 8. September ist die Aussage kleiner: vierte Welle nach dem Abprall am 1,618er Verhältnis bei 2.575, Kaufzone zwischen 2.396 und 2.285, Ziel der fünften Welle bei 3.046, dazu ein Golden Cross. Zwischen 3.046 und 9.200 liegt gut ein Faktor drei, und nur das kleinere Ziel lässt sich in absehbarer Zeit überprüfen. Am 11. September wurde auf X der Ausbruch ausgerufen, mit 440 Likes der reichweitenstärkste Beitrag der Woche, gefolgt von einem gehaltenen Retest und dem Spott über alle, die erst nach einer Verdopplung einsteigen. Am 12. September kam der politische Hebel dazu: Eine Verabschiedung des Clarity Act könne der Auslöser sein. Das ist plausibel, aber es ist ein Gesetzgebungsverfahren und kein Chartsignal, und Gesetzgebung verzögert sich gern. Umgerechnet steht ETH bei rund 2.500 Dollar, also über der Tageskaufzone und unter den 2.575, an denen die letzte Welle abgeprallt ist. Genau dort entscheidet sich, ob der Ausbruch trägt. Ich halte und kaufe nicht weiter nach. Ein Wochenschluss über 2.575 wäre das erste Signal, das die Chartseite selbst als Bestätigung gelten lassen müsste; bis dahin ist der Ausbruch eine Behauptung auf X.

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  • HIMS — 1 Mail · 2026-09-08 — $HIMS - TOP 10