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KW 31 / 2026

Portfolio-Recap KW 31 / 2026

Bei ASTS dreht die Chartlesart binnen zwei Tagen vom tieferen Tief zum Ausbruch, HIMS verliert an einem Tag 13 Prozent ohne sauberen Auslöser, ONDS bekommt BlackRock als Ankeraktionär und liefert am 13. August Zahlen — meine TLI-Synthese zur KW 31.

2. August 2026portfolio / recap

Portfolio-Recap KW 31 / 2026

Depot

ASTS — AST SpaceMobile

3 Mails diese Woche.

Die lehrreichste Zahl dieser Woche ist kein Kurs, sondern ein Zeitraum: 48 Stunden. Am Mittwoch lautete die Chartlesart, die Gegenbewegung sei in drei Wellen abgeschlossen und ein tieferes Tief um 50,57 stehe an, dort liege die Kaufzone einer Generation. Am Freitag war daraus ein sauberer Ausbruch über 57,50 geworden, mit Einstieg um 60 und Zielen bei 65 und 83. Dieselbe Methode, dieselbe Aktie, gegenläufige Aussage, dazwischen lag nichts als Kursbewegung. Wer Wellenzählung auf Tagesbasis als Prognose liest statt als Beschreibung, bekommt hier die Rechnung präsentiert. Praktisch nutzbar bleibt nur die Struktur: über 57,50 ist Luft bis in die Sechziger, unter 50 ist die Zählung ohnehin hinfällig, alles dazwischen ist Rauschen. Die operative Ebene ist ruhiger und wichtiger. Die Bau der BlueBirds kommt voran, und die interessanteste Formulierung der Woche stammt aus der Berichterstattung selbst: Die Umsetzung werde langsam zur eigentlichen Geschichte. Genau das ist der Punkt, an dem sich diese Position entscheidet. Dagegen steht der Einwand, den ich nicht wegdiskutiere: Starlink hat beim Direktfunk zum Handy einen Vorsprung, und ein Analyst hält das Rennen bereits für gelaufen. Ich halte das für verfrüht, aber nicht für abwegig. Mit gut 20 Prozent Depotgewicht ist ASTS meine größte Position, und dieses Gewicht rechtfertigt sich nicht aus Kurszielen, sondern aus Satelliten, die tatsächlich oben sind und funktionieren. Ich kaufe hier nichts mehr nach; die Position hat ihre Größe längst erreicht.

HIMS — Hims & Hers Health

3 Mails diese Woche.

Hims hatte die unangenehmste Woche im Depot, und das Unangenehme daran ist nicht der Verlust, sondern die fehlende Erklärung. Die Aktie gab an einem Tag rund 13 Prozent ab, und die gesammelte Berichterstattung liefert dazu keinen belastbaren Auslöser, nur die Frage selbst als Schlagzeile. Zu Wochenbeginn lief es genau umgekehrt: eine Zulassungsbehörde stützte in einem Beratungsgremium sechs von sieben Peptid-Wirkstoffen, die Aktie sprang vorbörslich, und der Chart meldete das Ende des Rücksetzers an der Kreuzung aus 0,5-Fibonacci und gleitenden Durchschnitten bei knapp 29. Beides in derselben Woche, in dieselbe Richtung verstärkt, in beide Richtungen ohne Substanzänderung. Das ist der Normalzustand bei diesem Wert, seit ihn der Markt nicht mehr einordnen kann. Für die Zählung bleibt die Aufgabe unverändert: Der Bereich 30 bis 31 muss von Widerstand zu Unterstützung werden, dann bleibt das Ziel um 55 bestehen, unterhalb von 26,41 ist die Struktur beschädigt. Meine Konsequenz ist dieselbe wie in der Vorwoche, und ich formuliere sie bewusst wieder gleich, weil Konsequenz hier mehr wert ist als eine neue Meinung: Nachkäufe gehören in die Zone um 30, nicht in die Erholung hinein. Am 10. August kommen die Quartalszahlen. Bis dahin ist jede Bewegung in dieser Aktie ein Stimmungsbild und keine Information, und mit 13 Prozent Depotgewicht ist sie groß genug, dass ich diesen Unterschied ernst nehmen muss.

ONDS — Ondas Holdings Inc.

2 Mails diese Woche.

Bei Ondas hat sich diese Woche die Aktionärsliste geändert, und das wiegt schwerer als jede Chartmarke. BlackRock meldet einen Anteil von 7,2 Prozent. Das ist keine Empfehlung und meist auch keine Meinung, sondern indexnahe Mechanik, aber es verschiebt die Verfügbarkeit der Aktie in einem Wert, der ohnehin stark leerverkauft ist. Diese Kombination ist der eigentliche Grund, warum ich hier nicht verkaufe. Operativ verdichtet sich das Bild weiter: Für das laufende Jahr summieren sich die gemeldeten Neuaufträge auf über 220 Millionen Dollar. Die richtige Frage stellt nicht der Wachstumsprozentsatz, der sich zwangsläufig abflacht, sondern der absolute Auftragseingang, und der steigt bisher. Rückenwind liefert die Verteidigungsseite: Die zuständige Innovationseinheit des US-Verteidigungsministeriums kürzt ihre Schwerpunkte von sieben auf drei, und alle drei liegen dort, wo Ondas arbeitet, bei bezahlbarer autonomer Masse, vernetzter Sensorik und Systemen mit Faktor-zehn-Anspruch. Weniger Töpfe, weniger Streuung, mehr Geld je Thema. Der Chart bleibt derweil die ruhigste Angelegenheit der Woche: Konsolidierung zwischen 6,22 und 7,97, über 7,97 öffnet sich der Weg zur 8,94, unter 6,22 fällt der Wert bis in den Bereich um 3,26 zurück. Am 13. August kommen die Quartalszahlen, und dann zählt nur eine Zahl: ob der Auftragsbestand sich in Umsatz übersetzt. Ich halte die Position bei gut fünf Prozent Gewicht und rühre sie bis dahin nicht an.

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